Anzucht-Tipps für Tomaten

Aussaat Ende Februar-Ende April
Keimtemperatur18-25 Grad Celsius
Saattiefe0,5 cm
Keimdauer7-10 Tage

1. Der richtige Zeitpunkt

Der Aussaat-Zeitraum für Tomaten erstreckt sich von Mitte/Ende Februar bis Mitte/Ende April.

Wer ein beheizbares Gewächshaus oder einen Wintergarten besitzt kann in den letzten Februarwochen bereits mit der Aussaat beginnen. Meist ist es jedoch ratsam erst im März zu säen, damit die Pflanzen nicht allzu lang auf ihren eigentlichen Standort warten müssen. Mitte bis Ende April ist auch noch eine Aussaat möglich, jedoch wird die Ernte dann etwas später einsetzen und es empfiehlt sich frühreifende Sorten zu wählen.

2. Das richtige Zubehör

  • Anzuchterde
  • Aussaatschälchen
  • Schilder zur Beschriftung

Für die Aussaat verwendet man am besten keimfreie Anzuchterde, die man in kleine Aussaatschälchen füllt. Die Tomatensamen werden dann circa einen halben cm tief in die Erde gelegt und angegossen. Wer ein Minigewächshaus besitzt kann auch gerne die Aussaat bis zur Keimung abdecken. Es empfiehlt sich ab und an zu lüften, damit sich kein Schimmel auf der Erde bildet.

3. Anzuchtbedingungen

Tomaten mögen es warm bei der Keimung. Temperaturen von 18-25 Grad sind ratsam. Nach circa 7-10 Tagen erblicken die ersten Keimlinge das Licht der Welt. Es gibt auch immer wieder Nachzügler, die etwas länger brauchen, also lohnt sich das Warten.

Nach der Keimung sollten die jungen Pflänzchen sehr hell und nicht allzu warm bei circa 15-18 Grad stehen, so erhält man kräftige, kompakte Pflanzen. Auch das Gießen sollte  nur sehr moderat erfolgen. Stehen die Tomatenpflanzen zu feucht, verkümmern die Wurzeln und können sogar faulen.

Nach circa 3 Wochen, wenn das erste richtige Blattpaar zu sehen ist,  können die jungen Pflanzen das erste Mal pikiert werden. Pikieren bedeutet, dass man sie bis zu den Keimblättern in nährstoffreichere Erde setzt, wo sie sich weiter entwickeln können.

Bei frühen Aussaaten muss man oft nach weiteren  4 Wochen noch mal in größere Töpfe pflanzen, damit die Pflanzen nicht verkümmern.

Ab April können bei passenden Temperaturen die Pflanzen abgehärtet werden. Das heißt man gewöhnt sie langsam an Sonne, Wind und Außentemperaturen. Nicht selten sehe ich in den Sozialen Netzwerken Fotos von verbrannten Pflanzen, die über Monate hinweg liebevoll herangezogen wurden und dann in der Sonne verbrennen, weil sie nicht abgehärtet wurden. Das ist dann einfach nur traurig. 

Die Pflanzung ins Freiland erfolgt erst nach den Eisheiligen, wenn keine Nachttemperaturen unter 8 Grad zu erwarten sind. Im Gewächshaus kann man schon etwas früher pflanzen.

Stabtomaten müssen gut durch Rankhilfen, wie z.B. Spiralstäbe oder Schnüre, gestützt werden.

Bei ausgelaugtem Boden empfiehlt es sich die Erde zuvor mit Hornspänen, Rinderdung oder organischem Dünger aufzubessern, ansonsten sollten die Jungpflanzen nicht überdüngt werden. Der Pflanzabstand sollte nicht unter 50cm liegen, je mehr Platz zwischen Tomatenpflanzen ist, desto leichter kann Feuchtigkeit auf den Blättern abtrocknen und die Gefahr für Braunfäule vermindert werden.

Die Tomaten pflanze ich ein gutes Stück tiefer, damit sie an dem Stiel neue Wurzeln bilden können und standfester sind. Die unteren Blattpaare, die den Boden berühren schneide ich ab. Nachdem Pflanzen gut wässern, aber dann nicht zu feucht halten. Ich decke den Boden mit Stroh ab, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt und kein Spritzwasser an die Blätter gelangen kann.  

Nun heißt es pflegen und ggf. ausgeizen und auf die erste Ernte warten.

Nun zu euch, was sind eure besten Anzuchtgeheimtipps? Schreibt es in die Kommentare!


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